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Den Alltag öffnen - Perspektiven erweitern

Offene Arbeit in der Kita nach den Bildungsplänen gestaltet

ISBN / Art. Nr.: 978-3-86723-495-5
Produktart: Pädagogische Literatur
Geeignet für: Erwachsene

Die Bildungspläne der Bundesländer vermitteln, wie Bildungsprozesse nach modernem pädagogischem und psychologischem Erkenntnisstand verlaufen. Sie stellen dabei die aktuellen Themen der Kinder stärker als bisher in den Vordergrund und fordern auf, se in der pädagogischen Arbeit aufzugreifen.
Was sie vermissen lassen, ist eine Beschreibung, wie dies konkret gelingen kann. Entscheidend hierfür ist eine Öffnung der Arbeit - angepasst an die jeweiligen Gegebenheiten der Einrichtung.
In diesem Buch finden Sie Antworten auf die Fragen:
- Warum sind die Bildungspläne wichtig und weshalb gelingt deren Umsetzung nur mit einer Öffnung der Arbeit?
- Was bedeutet dies für die Rolle der Erzieher/-innen?
- Wie kann es gelingen, die Bildungsprozesse und nicht die Bildungsprodukte der Kinder in den Mittelpunkt zu stellen?

Inhalt: 192 Seiten, A4.

"[...] Das Anliegen der Autoren ist es, Kita-Erzieherinnen und Leiterinnen in leicht lesbarer Form theoretisches Hintergrundwissen und konkrete Beispiele für die Umsetzung der offenen Arbeit in der Kita zu geben. Zugleich soll den Erzieherinnen und auch den Eltern die Angst vor einer Rückkehr zur antiautoritären Erziehung genommen werden. Offene Kita-Arbeit wird nicht als festes Konzept verstanden, sondern als einrichtungs- und teamspezifischer Entwicklungsprozess. Im Grundsatz wird davon ausgegangen, dass das Kind für seinen Lernfortschritt selbst verantwortlich ist und dabei durch die Erzieherinnen mit Schaffung günstiger äußerer Bedingungen, Vertrauen, Beobachtung und Reflexion begleitet und unterstützt wird. Die Begeisterung der Autoren für das Konzept der offenen Kita ist durchweg zu spüren, sie wirkt ansteckend und ermutigend. Der kritische Leser mag sich fragen, ob der Verzicht auf eine feste Gruppe für alle Kinder förderlich ist oder jüngere bzw. zurückhaltende Kinder sich nicht doch verloren fühlen. Manche Eltern mögen sich fragen, ob die Kinder bis zur Einschulung über die Fähigkeiten verfügen, die von der Schule gefordert werden, z.B. einen Stift zu halten oder mit einer Schere zu schneiden. Manche Episoden wie z.B. die Diskussion der Kinder über die Farbe blau (S. 34) sind nicht an die offene Arbeit gebunden. Die Vorschläge zur Kommunikation mit den Kindern (S. 164ff) können in verschiedenen Settings umgesetzt werden, sind darum aber nicht weniger wertvoll.

Fazit: Insgesamt ein erfrischendes Lese- und Arbeitsbuch für engagierte ErzieherInnen, die sich auf die Öffnung der Strukturen, der Räume und Gruppen einlassen wollen und dabei nach Anleitung und Ermutigung suchen. Die Leserinnen finden Anregungen für eine möglicherweise neue Sicht auf die Kinder, für die Reflexion der eigenen Arbeit, für die Öffnung im Team und das Einbeziehen der Eltern. Darüber hinaus enthält der Band Hinweise, die auch in konventionellen Strukturen zum Überdenken der Kita-Arbeit einladen."

Friederike Otto. socialnet, 10.12.2012. Die komplette Rezension finden Sie unter: socialnet Rezensionen.

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